Mit Aha-Effekten das Energiebewusstsein fördern – Zukunftsprojekt „Schnelldorf voller Energie“ auf der Gewerbeschau am 4. September erfolgreich gestartet

Rund 60 Prozent Stromkosten mit einem neuen, energieeffizienten Kühlschrank sparen. Selber Strom nicht nur erzeugen, sondern zusätzlich mit der eigenen Solaranlage auch noch die jährlichen Heizkosten im Einfamilienhaus halbieren. Oder fast täglich ein Elektroauto klimaneutral nutzen, um Orte in der näheren Umgebung zu erreichen. Solche und weitere „Aha-Effekte“ auszulösen hatten sich Ulrike und Jens Lilienbecker vom begleitenden Projektbüro vorgenommen, um am Kirchweihsonntag mit den Besuchern der diesjährigen Gewerbeschau Schnelldorf direkt zum neuen Zukunftsprojekt der Gemeinde ins Gespräch zu kommen. Unter dem Motto „Schnelldorf voller Energie“ will man gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen die erneuerbaren Energien vor Ort weiter ausbauen, das Energiesparen anregen und neue Energie in allen Lebensbereichen der Gemeinde freisetzen. Zufrieden mit der Besucherresonanz am Stand gegenüber der Bühne zeigte sich auch die Bürgermeisterin Christine Freier. „Es gibt bereits so viel Energiewissen in Schnelldorf, wir müssen nur die Bereitschaft erzeugen, es gemeinsam zu nutzen“, erklärte sie das wichtige Anliegen. Sie verweis auf das vorliegende Energiekonzept aus dem Jahr 2014, das bereits die Potentiale in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität sowie einen Fahrplan für die Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien aufgezeigt hat. Die Umsetzung des Konzeptes wurde jetzt öffentlichkeitswirksam auf der Gewerbeschau gestartet. Die dafür notwendige Begleitung wird vom Amt für ländliche Entwicklung Mittelfranken im Rahmen des Programms „100 weitgehend energieneutrale Kommunen in Bayern“ gefördert.

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Am Stand selber wurden an großformatigen Plakaten vier ausgewählte gute Energiebeispiele aus den Schnelldorfer Ortsteilen präsentiert, die deutlich machen, wie sich etwa ein Nahwärmenetz in Gailroth, Solaranlagen auf einem Wohnhaus in Steinbach an der Holzecke, ein Elektroauto in Wildenholz und eine Hackschnitzelanlage beim kommunalen Bauhof positiv für die Umwelt und die hiesigen Geldbeutel auswirken. Schnelldorf geht hier mit gutem Beispiel voran und will in den nächsten Jahren einen Großteil des Energiebedarfs durch vor Ort produzierte Energie decken und so auch erreichen, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger von der Wertschöpfung durch die Energieerzeugung profitieren. Auch die Einführung eines kommunalen Energie- bzw. Klimaschutzmanagements ist bereits in Vorbereitung.

Interessante Gespräche und ganz praktische Hinweise ergaben auch zwei Energiespar-Aktionen, die zum konkreten Mitmachen einluden und auch noch nach der Gewerbeschau eine Zeitlang weiter laufen werden. Gesucht wurden alltagstaugliche Spar-Tipp für die Wärme-, Strom- und Treibstoffnutzung, die auf einer vorbereitenden Postkarte noch bis Ende Oktober 2016 bei der Gemeindeverwaltung abgegeben werden können. Die besten Tipps werden im Mitteilungsblatt veröffentlicht, aus allen Tipps werden drei attraktive Preise beim Weihnachtsmarkt verlost. Erste Hinweise beispielsweise zum Auftauen des Sonntagsbratens im Kühlschrank, wodurch das Essen schmackhafter und auch länger genießbar werde, zum Abschalten des Zweit-Gerätes, weil zusammen Fernsehen eigentlich auch viel schöner sei und nicht immer nur Auto fahren, sondern für kurze Wege auch mal wieder das Fahrrad nutzen, konnten bereits notiert werden. „Wenn man normal mitdenkt, müsste man eigentlich selber drauf kommen“, fasste ein älterer Standbesucher den Leitgedanken für mehr Energiebewusstsein mit einem Augenzwinkern zusammen.

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Dazu passte auch die zweite Aktion. Denn mit etwas Glück kann, wer noch 2016 seine alte Gefriertruhen, Kühlschränke und Heizungspumpen tauscht und die Neuanschaffung bei einem örtlichen Gewerbe- bzw. Handwerksbetrieb per Rechnung nachweisen kann, einen Zuschuss von 150 € gewinnen,. Die Verlosung dafür erfolgt dann Anfang des nächsten Jahres.

Unter der Adresse http://www.schnelldorf-voller-energie.de ist eine Internetseite eingerichtet, die über den Fortgang des Zukunftsprojektes informiert und außerdem die Möglichkeit bietet, die Energiespar-Tipps und weitere gute Energiebeispiele online einzureichen. Dort kann man sich auch für den Newsletter (http://eepurl.com/catNcv) anmelden, der alle Interessierten auf dem Laufenden hält.

Als nächste Veranstaltung ist am Dienstag, den 27. September um 19:00 Uhr der erste Energiestammtisch mit Rundgang in Steinbach an der Holzecke zum Thema „Photovoltaik-Anlage und Speicher“ geplant. Die interessierten Bürgerinnen und Bürger aus allen 17 Ortsteilen der Gemeinde sind herzlich eingeladen.

Fotos: Nelli Mayer Photography

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